9.11.1848 in Wien
Zehn Tage nach der Kapitulation der Aufständischen in Wien werden die ersten Exekutionen durchgeführt. Unter ihnen auch der Dresdener Robert Blum, ein Parlamentär der deutschen Nationalversammlung in Frankfurt. Das Ignorieren des politischen Status von Blum ruft im gesamten deutschsprachigen Raum Entsetzen und Proteste hervor. Deutlich wird wieder einmal, wie gering der Einfluss des gewählten deutschen Nationalparlaments in den Augen der Reaktion, der Monarchie und des Militärs ist.
15.11.1848 in Berlin
Die ersten Zeitungen werden verboten. Die preußische Nationalversammlung beschließt den offiziellen Aufruf zur Verweigerung der Steuerzahlungen. Das scheint das einzige passive Mittel zu sein, um gegen die Machtübernahme des Militärs unter General Wrangel zu protestieren.
16.11.1848 in Wien
Der Kommandeur der Wiener Nationalgarde Wenzel Messenhauer kämpfte im Oktober auf den österreichischen Barrikaden und war die Leitfigur der Oktoberrevolution. Er verhandelte am 28. und 29. mit dem österreichischen General Windisch-Graetz die Kapitulation. Da am 29. Oktober der Waffenstillstand von den Aufständischen mit dem Wissen von Messenhauer gebrochen wurde, wird Messenhauer zum Tode verurteilt und am 16.11.1848 standrechtlich erschossen.
