BERLIN – FEUERLAND von Titus Müller, HEyne, 2016
[Bibliotheksexemplar, eigene Meinung, Werbung]
Darum geht es:
Alice, die jugendliche Tochter des Kastellans des Berliner Schlosses, lernt im März 1848 Hannes kennen, der im ärmlichen Stadtteil Berlin, genannt Feuerland, lebt. Sie ist beeindruckt von dem kreativen jungen Mann, der das Beste aus seiner Situation macht und nicht aufgibt.
Gemeinsam erleben sie die dramatischen Tage der Revolution 1848 in Berlin.
Mein Eindruck
Dieser historische Roman hat mich begeistert, ich konnte ihn fast nicht aus der Hand legen. Die Geschichte von Alice und Hannes verwebt sich unauffällig, aber immer präsent, mit den Ereignissen im Frühjahr und Sommer 1848. An vielen Stellen lässt Titus Müller Alice und / oder Hannes an den prägenden Situationen der Revolution 1848 teilnehmen und als Leserin habe ich dadurch den Eindruck mitten in der historischen und erzählten Geschichte zu sein. Wundervoll auch die Einbindung des Berliner Schlosses, in dem Alice lebt, und ausgezeichnet die feinen Nuancen der historischen Zeit. Ich bewundere die akribische Recherche, die in diesem Buch an vielen Stellen sichtbar wird.
Fazit:
Auch wenn das Ringen um die junge Liebe in »Berlin – Feuerland« natürlich eine Rolle spielt [und kein Kriminalroman ist, das Genre, das ich sonst bevorzuge], möchte ich Dir den Roman als authentisches, spannendes Buch über die Märzrevolution 1848 ans Herz legen.
