17. März 1848 – Berlin

Nach den letzten gewaltsamen Übergriffen ist der Freitag von einer eigentümlichen Ruhe geprägt. Hinter den Häusern gärt und arbeitet es dennoch weiter. Einige Bürger und Stadtverordnete formulieren im größeren Kreis ein Friedensmanifest und richten es an den König. Zwar sind die oft formulierten Forderungen nach Pressefreiheit, Einberufung des Landtages, Zurückziehen des Militärs und Volksbewaffnung darin…

16. März 1848 - Berlin

16. März 1848 – Berlin

Der König lässt schnell verlauten, warum es zu diesen tragischen Zusammenstößen gekommen ist: es ist sind die vielen ausländischen Agitatoren, die aus Frankreich, Polen und der Schweiz gekommen sind, um Unruhe zu stiften in seinem Preußen. Und die Toten seien doch ehemalige Straftäter, von denen laufen in Berlin noch Tausend mehr herum, wer schützt das…

15. März 1848 - Berlin

15. März 1848 – Berlin

Bei 150 Schutzmännern auf 400000 Einwohnern ist die Polizei nur rudimentär für Ruhe und Ordnung zuständig, die Hauptverantwortung liegt beim Militär. Aufgrund der Zusammenstöße zwischen Militär und Volk unterbreiten einige angesehene Bürger den Vorschlag, die Soldaten aus der Stadt zu entfernen, um keine Angriffsfläche zu bieten. Die Ordnung würde über Schutzkommissionen garantiert, die die Bürger…

14. März 1848 - Berlin

14. März 1848 – Berlin

Das brutale Vorgehen der Soldaten gegen die friedlichen Bürger führt für kurze Zeit die gegensätzlichen Parteien der Demokraten und Liberalen wieder zusammen. Alle Bürger sind entsetzt, bis auf einige wenige am Hofe, die das schnelle Durchgreifen des Militärs befürworten. Der Prinz von Preußen gehört dazu. Eine Delegation der Stadtverordnetenversammlung spricht mittags beim König vor und…

13. März 1848 - Berlin

13. März 1848 – Berlin

Am Abend treffen sich bei schönem Frühlingswetter mehr als 10.000 Männer, Frauen, viele Handwerker und Arbeiter „In den Zelten“. Die Organisation ist spontan, die Redner politisieren über die Lage, die Situation in Frankreich und die Not der Arbeiter. Weitere Beschlüsse werden nicht gefasst, dennoch zieht man in Hochstimmung mit Pfeifen und Singen durch das Brandenburger…

13. März 1848 - WIen

13. März 1848 – Wien

Die Wiener versammeln sich vor der Kaiserburg und intonieren die Märzforderungen und verlangen den Rücktritt des verhassten Fürsten Metternich, Strippenzieher der Restauration in den vergangenen 30 Jahren. Ein nervöser General lässt auf die Menge schießen, es sterben Menschen. Das Volk bewaffnet sich und baut Barrikaden. In der Kaiserburg ist man geneigt, den Forderungen nachzugeben, auf…

11. März 1848 - Berlin

11. März 1848 – Berlin

In der Ordnung für sämtliche Städte der Preußischen Monarchie von 1808 wird die städtische Selbstverwaltung neu geordnet. Insbesondere die Rechte von Ständen und Zünften werden abgeschafft. Es gibt nur noch „Einwohner, die das Bürgerrecht gewonnen haben und solche, die dasselbe nicht erlangt haben“ (Tit. II, $5) . Das Bürgerrecht kann man beantragen, wenn man Grundbesitz in…

10. März 1848 – Karlsruhe

Im Großherzogtum Baden brodelt es derweil schon weiter; die Bauern und Kleinstbürger protestieren gegen die niederdrückende Feudalordnung. Es kommt im Kraichgau, Odenwald oder auch im Seekreis zu punktuellen Übergriffen, Grundbücher werden zerstört. Auch wird vereinzelt gegen die jüdische Mitbevölkerung gehetzt. Dem soll in Karlsruhe ein Gesetzentwurf zur Aufhebung der Feudalbestimmung entgegenwirken. — Weiterführende Literatur  

10. März 1848 - Frankfurt

10. März 1848 – Frankfurt

Der Bundestag in Frankfurt beginnt an der Revision der Bundesverfassung zu arbeiten. Er wählt dafür einen Ausschuss, der aufgrund der Anzahl seiner Mitglieder der 17er Ausschuss genannt werden wird. Auch in diesem Gremium- wie auch beim Siebener Ausschuss zur Vorbereitung des gesamtdeutschen Vorparlamentes – haben die liberal-konstitutionellen Politiker die deutliche Mehrheit.   — Weiterführende Literatur…